6.2.21

Kuchen im Weckglas

Wir wollten nicht jedes Wochenende zum Kuchenbäcker auf der anderen Seite des Nymphenburger Parks laufen müssen, und für zwei Stücken Kuchen den Ofen anzuschmeißen klang sehr unökonomisch. Einen ganzen Kuchen zu backen und dann essen zu müssen schien wiederum nicht gut für die Linie zu enden. Also kam ich auf die Idee, Kuchen im Weckglas zu backen. Brot im Weckglas habe ich ja früher regelmäßig gemacht. Also ein Rezept gesucht und los.

Dieses Rezept sollte es werden: https://eatsmarter.de/rezepte/kuchen-im-weckglas (Rezept in Kopie am Ende des Beitrags)
Allerdings habe ich ja große Gläser und nicht so kleine. Im Endeffekt habe ich die Mengen im Rezept verdreifacht, um einfach 6 meiner großen 750ml Gläser zu füllen.

Der Eischnee wollte ewig nicht fest werden, aber bei 12 Eiern dauert das vielleicht auch einfach. Ich habe die Schüssel zwischendurch 2x nach draußen gestellt (es ist Winter), um es abzukühlen, weil ich gelesen habe, dass schwedische Wissenschaftler herausgefunden haben, dass Eiweiß nicht fest wird, wenn es zu warm ist. Es wurde dann letztendlich auch hinreichend fest. Keine Ahnung, ob das schon gereicht hat. Im Rezept stand auch "abwechselnd Eischnee und Mandeln mit Maisstärke vorsichtig unter die Masse heben". Ich fragte mich, warum, also rührte ich einfach erst die Mandeln mit der Maisstärke unter, und "hob" dann den Eischnee darunter. Von "unterheben" konnte aber keine Rede sein, der Schnee blieb nicht fest, weil die Masse zu fest war. Vielleicht deshalb abwechselnd nach und nach, oder war der Eischnee doch noch nicht fest genug.

Dann abgefüllt und ab in den Ofen. In einem anderen Rezept mit großen Gläsern stand, dass das ganze eine Stunde backen soll. Und tatsächlich war die Stäbchenprobe nach einer Stunde erfolgreich und der Kuchen oben am Rand nur ganz leicht schwarz. Und schön aufgegangen ist er, bis zum oberen Rand. Etwas mehr, und ich hätte die Deckel nicht mehr drauf gekriegt.

Die Deckel waren die letzte große Frage. Das Ziel war ja ein haltbarer Kuchen. Im Rezept steht was von einem Wasserbad im Ofen bei 100 Grad, in dem die Gläser stehen sollten. Aber ich konnte mir das nicht so richtig vorstellen. Sollten die Gläser im Wasserbad verschwinden? Zu groß. Sollte der Deckel unter Wasser sein? Also kopfüber? Wenn nicht, und die Gläser nur unten im Wasser stehen, was soll dann das ganze? Luftfeuchtigkeit? Ich entschied mich, das einfach genau so zu machen, wie ich das beim Brot damals gemacht hatte. Also davon nochmal ins Rezept geguckt ...

In meiner Anleitung zum Brot stand folgendes zum Umgang mit den Deckeln:
● In der Zwischenzeit die Gummiringe in kaltes Leitungswasser legen und dort liegen
lassen bis die Brote fertig sind.
● Am Ende der Backzeit Ofen aus, vorsichtig die Glasdeckel entfernen und dann den
Ofen wieder schließen, und die Glasdeckel auf einem Brett/Küchentuch auskühlen
lassen (Achtung, nicht auf was kaltes legen, dann kann das Glas springen)
● Wenn man die Glasdeckel gut anfassen kann, den Ofen öffnen, nun je ein Glas
herausnehmen, einen Glasdeckel mit nassem Gummi versehen, das Glas
verschließen, die Klammern aufdrücken und das Glas Kopfüber auf ein Brett stellen.

Das Brot hatte ich mit den Glasdeckeln gebacken, den Kuchen allerdings ohne. Nach der Stäbchenprobe habe ich also einfach den Ofen ausgemacht, dann je ein Glas aus dem Ofen genommen, einen nassen Gummiring auf einen Deckel gedrückt, den Deckel auf das Glas gedrückt und die Schnapper befestigt. Das ging dank der zimmertemperierten Deckel wunderbar mit blanken Händen. Dann die Gläser kopfüber auf ein Brett gestellt (natürlich nicht mit blanken Händen).

Jetzt bin ich gespannt, wie lang das hält. Die Brote hatten so ja über ein Jahr gehalten und waren dann noch lecker wie am ersten Tag.
Nachtrag: den letzten Kuchen haben wir am 16.5. gegessen, da war er noch sehr lecker, wie frisch gebacken! 3,5 Monate hält er also schon mal locker ☺️

Erster Test: alle Gläser sind dicht geworden.
Der Kuchen: schmeckt grandios! 🤤 Fast wie Lavacake! Göttlich! 🤤🤤🤤

Zutaten für 6 Gläser zu je 750ml Fassungsvermögen:

16.4.20

Windelüberhose

Wir sind frischgebackene Eltern :) Und da wir es nicht mit unserem Gewissen vereinbaren können, bis zu 5000 Wegwerfwindeln mit unserem Baby zu verbrauchen, wickeln wir mit Stoff (und probieren Teilzeit-Windelfrei :) ).

Und da ich auch gerne nähe, wollte ich auch ein paar Überhosen selbst nähen, besonders, weil die fertigen Windelüberhosen echt teuer sind! Eine solche teure Überhose habe ich mir gegönnt, um sie als Vorlage für meine eigenen zu verwenden ;)

Nachdem ich nun festgestellt habe, dass das Muster gut funktioniert, wollte ich es quasi replizieren. Ich malte es mir also auf Papier, wobei ich die Gummizüge maximal dehnte. Ich fügte ringsrum 1cm Nahtzugabe zu. An den Beinbündchen plante ich einen Tunnelzug für das Gummiband, doppelt eingeschlagen, daher gab es hier doppelte Nahtzugabe.

Oben und unten (vorne und hinten am Baby) sollten Laschen entstehen, in die man später Mullwindeln gefaltet legen kann. Außerdem ist es so kuscheliger fürs Baby (zumindest wenn man sie aus Fleece macht, wie ich das vor hatte) und die Vorlage hatte das auch. Also kopierte ich nochmal das obere und untere Ende auf Papier für die Fleecelaschen und fügte noch 2cm Nahtzugabe an der Öffnung an, 1cm für die echte Nahtzugabe und 1cm weil ich wollte, dass es über den Tunnelzug der Beinbündchen ragt, sodass die Tunnelzüge am Ende in der Naht der Lasche verschwinden sodass ich die Öffnungen nicht mehr sehe.

Dann schnitt ich noch einen Streifen PUL ab, der genauso lang war wie meine vordere Lasche breit war, als Verstärkung für die Snaps. Dann befestigte ich die ganzen vorderen Snaps (alles weibliche Teile, 10 Stück) an den gleichen Stellen wie in der Vorlage.

Ich nähte alles mit einer Mikrotex-Nadel, wie es für PUL empfohlen wurde. Ich wählte auch die kleinste Nadel, die ich hatte, um möglichst kleine Löcher zu erzeugen. Das Ganze soll am Ende ja möglichst Wasserfest sein.
Der Teflonfuß den ich extra für das PUL gekauft hatte passte leider nicht (Die Nadel schlug auf den Fuß auf). Aber auch mit meinem normalen Nähfuß ging das super, klebte nix.

Dann schlug ich die Nahtzugaben der Beinbündchen doppelt ein, um den Tunnelzug zu erstellen. Dabei klappte ich das ganze nach außen, sodass also die wasserfeste Beschichtung nach außen zeigt, um nicht die Stoffseite an der Innenseite der Windel zu haben und somit das Risiko zu erhöhen, dass der Stoff Feuchtigkeit nach außen zieht. Die Tunnelzüge nähte ich dann knappkantig an der Innenkante fest. Dann zog ich den Gummi mithilfe einer kleinen Sicherheitsnadel ein und nähte es an beiden Enden fest.

Dann nähte ich an der hinteren Lasche auch die Nahtzugabe knappkantig um, zog den Gummi ein und nähte ihn an den Markierungen fest. Ich wählte jeweils den Gummi so lang, wie er in der Vorlage zusammengezogen lang war. Mein Gummiband ist leider etwas fester als das in der Vorlage, das wesentlich weicher und elastischer ist. Daher muss ich nun hoffen, dass das nachher passt.

Bei der vorderen Lasche nähte ich einfach die Nahtzugabe der offenen Kante um, nicht knappkantig, da hier kein Gummi hinkommen sollte. Wobei das Fleece (ich hatte einfach eine Fleecedecke von IKEA genommen) soweiso nicht ausfranst. Aber stabiler wird es so schon.

Dann nähte ich die vordere Lasche ringsrum rechts auf rechts auf das vordere Ende des PUL, schnitt die Nahtzugabe des PUL zurück, sodass es hinter der Nahtzugabe des Fleeces verschwindet, wieder um keine Feuchtigkeit zur Naht hin zu ziehen. Dann wendete ich die Lasche, arbeitete die Kante schön aus, und steppte die Kante knapp ab.

Dann kam die hintere Lasche, die nähte ich auch erstmal ringsrum rechts auf rechts auf das PUL (natürlich blieb die offene Kante offen). Dann nähte ich die beiden Enden des Gummizugs direkt unter die gerade entstandene Naht. Dann wendete ich die Lasche, arbeitete rechts und links die Kante schön aus und steppte sie ab. An den Stellen, wo das Gummiband angenäht war, nähte ich etwas Richtung Windelmitte (ca. 1cm) und dann parallel zur äußeren Kante entlang, sodass ein Tunnelzug für das Gummiband entstand.

Dann kamen noch die männlichen Snaps auf den Flügeln der hinteren Lasche und schon war die Windelüberhose fertig ;) Ich hoffe sie passt! Müssen wir morgen gleich mal testen ;)

1x PUL

Hintere Lasche, 1x Fleece

Vordere Lasche, 1x Fleece






Hier sieht man die weißen Beinbündchen. Das ist das nach außen geschlagene PUL.

Es ist nun bereits etwas her, dass ich die Überhose genäht habe. Wir haben sie selten verwendet, weil recht schnell ein Druckknopf an der hinteren Leiste unter das Fleece gerutsch ist, weil sich das Fleece so stark gedehnt hat. Damit hielt die Lasche auf der Seite nur noch an einem Knopf. Außerdem wirkte die Überhose mit nur einer halben Mullwindel als Einlage zu groß. Aber letztens sind uns gleichzeitig 5 Überhosen undicht geworden, und eine erneute Beschichtung hat sich leider in der Waschmaschine wieder abgelöst, und so haben wir sie dann entsorgt. Plötzlich standen wir also nur noch mit 3 Milovias (ich hatte nochmal schnell 2 gekauft, als ich von der Geschäftsaufhabe erfuhr) und meiner selbst genähten da.
Seit den undichten Überhosen tun wir außerdem wieder 2 halbe Mullwindeln rein (also im Endeffekt eine 80x80), weil die einzelnen immer tropfnass waren, sodass die Größe auch wieder besser passt. Und den Druckknopf habe ich entfernt, das Fleece an der Stelle zugenäht und einen neuen Druckknopf angebracht. Schade um den intakten Druckknopf, aber ich habe ihn einfach nicht wieder hinter dem Fleece hervor bekommen.
Jetzt haben wir wieder eine voll intakte, funktionsfähige Überhose. Und falls wir wieder auf einzelne Lagen Mull übergehen, kann ich immernoch die Verkleinerungsdruckknöpfe anbringen.

Also entschloss ich mich, noch eine Überhose zu nähen, während wir auf die Bestellung der neuen warten. Nach einiger Recherche habe ich 3 verschiedene zum ausprobieren bestellt, weil es die gerade entsorgten auch schon nicht mehr gibt. Die hatte ich ja auch schon gebraucht gekauft, wer weiß, wie alt die waren. Haben bestimmt ihren Dienst schon erfüllt.

Heute kam also Version 2. Ich bin dem Schnittmuster treu geblieben und bin der Anleitung hier gefolgt, daher berichte ich nur von den Änderungen:
Abgesehen von einem Fehler, als ich Fleece und Pul leider rechts auf links zusammengenäht hatte, und den Fehler erst bemerkte, als ich die Nahtzugabe bereits zurückgeschnitten hatte, verstärkte ich diesmal die hintere Lasche gleich mehrfach, um diesmal ein ausreißen zu vermeiden: erstens bügelte ich Wonder Dots gegen das Fleece an den Stellen, an denen später die Knöpfe sitzen sollten, und dann nähte ich auch noch einen Streifen Pul dahinter, und zwar quer im Fadenlauf, also so, dass es sich nicht mit dehnt, wenn man an der Lasche zieht um den Knopf zu öffnen. In gleicher Weise habe ich auch den Pul Streifen zur Verstärkung der vorderen Lasche quer im Fadenlauf gewählt. Hoffentlich hält das diesmal.
Die Gummis habe ich auch tendenziell etwas fester konzipiert, dass auch alles schön fest hält. Ich hatte bei der ersten nämlich nicht das Gefühl, dass da irgendwas einschneidet sondern eher, dass sie locker sitzt. Das kann aber auch nur der Eindruck durch das Mehr an Material sein, das eigentlich durch weitere Druckköpfe verkleinert werden müsste.

Ich bin mit dem Ergebnis soweit jedenfalls sehr zufrieden ☺️ jetzt muss sie noch getestet werden.

20.2.20

Improvisiertes Brot mit Lievito Madre

Ich wollte mal wieder ein Brot backen, aber gerne mal wieder was neues. Ich hatte aber keine Lust, mich wieder durch ewig viele Rezepte zu wühlen und die ganze Hefe, die da eigentlich immer drin auftaucht, rauszurechnen. Insgesamt hatte ich Lust auf ein dunkleres Brot als sonst, aber "Schwarzbrot mit Lievito Madre" brachte keine Ergebnisse. Also nahm ich einfach mein normales Rezept, addierte alles Mehl zusammen, und erstellte somit ein Basisrezept. Sauerteig sollte ja jedes Mehl zum gehen bringen, also dachte ich mir, kann ich dann einfach beliebige Mengen gewünschten Mehls zusammenkippen, solange ich auf die gleiche Menge komme. Nur was das Wasser anbelangt müsste man dann evtl. variieren, da jedes Mehl ja unterschiedlich Wasser aufnimmt.

Das Basisrezept war also folgendes:

400g LM
440g Wasser
800g Mehl
3 TL Salz

Da ich ein dunkleres Brot wollte, wurde die Hälfte des Mehls direkt erstmal zu Roggenvollkornmehl. Den Rest ergänzte ich aus Dinkelvollkornmehl und Weizenvollkornmehl, weil ich diese Mengen gerade da hatte. Ausserdem gab ich Sonnenblumenkerne, Chiasamen und Sesam dazu, einfach frei nach Schnautze. Ich stellte dann fest, dass der Teig noch recht fest war, also gab ich auch nochmal 100g Wasser dazu. Dann war er zwar sehr weich, fast schon flüssig, aber es ist ja immer gut, viel Feuchtigkeit im Brot zu haben, also wagte ich den Versuch. Außerdem war ich nicht sicher, wie viel Feuchtigkeit die Chiasamen noch rausziehen würden.

Das fertige Rezept war also folgendes:

400g LM
540g Wasser
400g Roggenvollkornmehl
350g Dinkelvollkornmehl
50g Weizenvollkornmehl
3 TL Salz
Sonnenblumenkerne
Chiasamen
Sesam

Das wurde wie gewohnt in der Küchenmaschine gut geknetet, nach einer halben Stunde nochmal. An der Konsistenz änderte sich in der Zwischenzeit nichts, also haben die Chiasamen da doch nichts weggesüffelt. Um die Masse aus dem Topf zu kriegen gab ich Olivenöl an den Rand und schob das mit einem Teigschaber am Rand entlang nach unten, bis ich die Masse in meinen gusseisernen Topf mit Dauerbackfolie kippen konnte. Ich schnitt das ganze oben ein paar mal ein, aber das hätte ich mir vermutlich sparen können, da die Masse so weich war, dass von "Schnitten" nicht die Rede sein konnte.

Das ganze ging dann gute 6 Stunden einfach bei Raumtemperatur in der Küche. Dann heizte ich wieder den gusseisernen Topf 45 Minuten lang auf 250 Grad vor, lagerte den Teig solange in einer anderen Schüssel und bugsierte ihn dann in den heißen Topf mit Deckel. Den Ofen reduzierte ich direkt auf 230 Grad (der Topf hält die Temperatur ja ne Weile). Nach 20 Minuten reduzierte ich dann auf 180 Grad und bug weitere 40 Minuten.

Und das Ergebnis ist bombastisch! Es roch schon aus dem Ofen unglaublich verlockend! Der Klopftest auf dem Boden sagte uns, dass das Brot durch ist.

Als wir nach einem Ausflug später wieder nach Hause kamen, schnitten wir eine erste Scheibe ab und aßen sie mit Butter, unglaublich lecker! Genau so sollte es werden! Also eigentlich hatte ich keine Vorstellung, wie es werden sollte, aber es traf genau unseren Geschmack!

Das Öl, das ich zum rausholen der Masse aus dem Topf genutzt hatte, war erstaunlicherweise am Brot geblieben und ist nicht eingezogen. Selbst über die nächsten Tage hinweg fasste sich das Brot außen immer etwas ölig an. Das ist merkwürdig, aber soweit kein Problem. Es ist bisher in seiner Brotdose nicht ranzig oder sonst wie oll geworden dadurch.

Auch am heutigen 4. Tag nach dem backen schmeckt das Brot immernoch wie frisch gebacken und sehr saftig! Einfach grandios!

Das nächste Brot kommt mit Sicherheit! Dann vielleicht mit noch mehr Roggenanteil, und vielleicht finde ich noch eine interessante Variante, um einen Teil des Wassers zu ersetzen ... ich denke da an eine Kürbissuppe, die ich vor ein paar Tagen gekocht habe, und die ich einfach nicht aufgegessen kriege ;)


nächstes Mal dürfen noch mehr Sonnenblumenkerne ran :D Chiasamen und Sesam habe ich hingegen garnicht gemerkt.


Heute folgte dann gleich das nächste Brot. Diesmal habe ich leider die Sonnenblumen vergessen, die ich extra nachgekauft hatte. Und die Kürbissuppe war mittlerweile auch vertilgt. Aber ich fand noch Roggenschrot, das ich im Brot versenkte. Das Rezept war folgendes:

380g LM (mehr war leider nicht mehr da)
250g Roggenschrot
300g Roggenvollkornmehl
250g Weizenvollkornmehl
550g Wasser
3 TL Salz

Die Konsistenz war ähnlich wie letztes Mal, tendentiell ein klein wenig trockener. Das Schrot saugt ja auch ne ganze Menge Wasser auf, würde ich vermuten. Beim gehen lassen sah man diesmal tatsächlich, dass sich die Einschnitte auch etwas von einander trennten, also einen Effekt hatten.

Das Brot bug sich schön. Der Duft war nicht ganz so atemberaubend verlockend. Angeschnitten wird morgen.



14.1.20

How to: Kombucha (unedited)

Important things to know:

  • Keep everything (including hands) clean! The scoby (Symbiotic composition of Bacteria and Yiest), as the name suggests, consists of just the right bacteria and yiest that does the fermenting. They digest the sugar to create the nice taste and some carbonation (if you want strong carbonation, check out youtube videos about "2nd fermentation of Kombucha"). You can imagine, if you bring other dirt/bacteria into the mix, bad things happen!
  • Keep the scoby at room temperature. There's a temperature range at which it works best. Too cold and it might stop working altogether, or the yiest might take over and be stronger than the bacteria and then again bad things might happen ... too hot and the scoby dies. If you want to take a Kombucha break, you can easily just let the batch sit there for 3 months or more (I haven't tried more, but after 3 months it still looked good). Then you have super strong vinegar that you can use for house cleaning or to flavor your salad, and just make a new batch as normal.
  • Don't let your scoby come in contact with Metal! I've heard that stainless steel might be fine (there are different grades of stainless steel as well, there might be some better than others), but to be safe, just avoid metal!


Approach:
So first of all, you need a big jar.
Then you cook a lot of very sugary unscented green tea ("Gunpowder" tea was recommended). It apparently also works with black, but I've always used Gunpowder, and you should stick to one tea, after you decided for one (you can switch of course, but then stick to the new one. The scoby gets used to it).
For quantities:
I cook 2.3 liters of Water. When it boils, turn off the stove and add 20g of loose Gunpowder Tea and 250g of brown sugar. Stir to resolve the sugar. Let it soak for 15 minutes. Then filter the tea out. Put a lid on the pot and let it sit for a day in order to cool down to room temperature.
Next day, put the sugary tea into the clean jar(be very picky about hygiene when touching the scoby at all times!), add the Kombucha drink (at least 10% of the total volume of liquid, in our case roughly 300ml) and then put the Scoby in, let it swim wherever it wants. Add a penetrable lid (some textile with a rubber band, so it can breathe but no flies get in. Don't make it airtight) and let it rest in the cupboard without touching it for around 2-3 weeks (depends on taste, start with 2 weeks and then increase as you get used to the taste. It's really weird at first, but super delicious once you get used to it. And very healthy ;) ). Ideally, if you have a jar with a little tap in front (e.g. this one is mine: https://www.galeria.de/Butlers-REFRESH-Getraenkespender-3-5-l/50046223A5.html?gclid=Cj0KCQiA89zvBRDoARIsAOIePbC8YeyphESpXun2RyYlLKNYtZX8g-G55gu7tzE1k2XWa1pGju7s9jsaAhmVEALw_wcB&src=82L000000&utm_medium=nonbrand_pla&utm_source=google), you can taste from time to time to see whether you already like it or not. If it's still too sweet, wait longer. If it's already too sour, just leave it even longer and make vinegar The scoby eats the sugar over time, that's why you put super sugary tea in the beginning, because if the scoby doesn't get its sugar, it will die. My previous batch I've left for 3 months, just because I don't drink it currently due to the pregnancy (because it may contain a little alcohol. No one knows how much, possibly around 2%, so not much, but who knows. I just don't try). It's vinegar already after around 4-5 weeks.
When you leave the jar standing somewhere without touching it (not direct sunlight, but otherwise doesn't matter, doesn't need any light but it also doesn't do harm. Room temperature, no fridge), then it grows a new scoby layer on the top surface of the liquid, which grows thicker the longer you let it stand there. Within those three months, when I had the feeling the layer was getting too thick, I shook it a little so new liquid would get on the surface, so it would grow a new layer on top which I can better separate later. Also, if the surface dries out completely, bad things might happen, that's why I shake it every few weeks. But if you only grow it for consumption (2-3 weeks), you don't need to shake it, just let it sit there until it tastes good.


This is a really nice page with all the information you need, but it's only in German: https://wellness-drinks.de/de/kombucha_wirkung_inhaltsstoffe.html


with the recipe here: https://wellness-drinks.de/de/kombucha_herstellung.html

A super nice (English) YouTube channel covering everything you need to know about Kombucha and more can be found here: https://www.youtube.com/channel/UC9sJNYAq1U00apBoMFXSYlA

Otherwise, Google is your friend :D

11.11.19

2 Seifenunfälle in einem

Heute wollten wir mal wieder Seifeln: Eine Seifentorte und einmal ordentlich Duschbuttervorrat für das nächste Jahr, wo ich vermutlich mit Baby nicht so gut dazu kommen werde.

Los ging es also mit der Seifentorte. Erstmal haben wir überprüft, welche Öle/Fette überhaupt noch gut sind, und welche wieder mal ranzig geworden sind. Ich dachte auch erst, unser Olivenöl wäre leer, und wir könnten garnichts machen, aber dann fanden wir noch einen 5-Liter-Kanister in der hinteren Ecke :D Mir war doch so, als hätten wir davon mal 3 gekauft und nicht nur 2. Also konnte das Projekt starten.

Während die Fette und Lauge abkühlten, schälte ich eifrig Aloe Vera und schabte es aus. Ich wollte auf 400g Gel kommen für beide Rezepte, das sind ne ganze Menge Blätter! Die Pflanzen sehen jetzt etwas aus wie gerupft, aber dazu habe ich sie ja :) Außerdem überlegten wir uns, welche Düfte gut zusammenpassen würden, und ich kippte die ins Öl. Wir gingen nur nach dem Duft, ich überprüfte keine Eigenschaften. Grober Fehler, wie sich herausstellen sollte!

Wir fanden 3 schöne Düfte, die waren aber leer, weit bevor wir die gewünschte Menge erreicht hatten. Also mussten mehr her. Wir schnupperten alles durch, um weitere passende zu finden, um auf eine ausreichende Menge zu kommen, dass man nachher auch noch was riecht. Vor allem wenn man Leute beschenken will ist Duft immer gut, da ja bekanntlich die erste Bewegung, wenn man die Seife in die Hand nimmt, die des schnupperns ist. Bei meinen eigenen Seifen brauche ich ja keinen Duft.

Ich gab die Düfte wieder direkt ins Öl. Dann kam die Lauge dazu und es wurde kurz püriert. Das ganze wurde sofort hart. Na toll: Blitzbeton. Später las ich ewas nach, und es lag wohl an einem der Düfte: Benzoe Siam, da das Alkohol enthält. Obwohl nur 5g noch in der Flasche waren, hat das echt das ganze Kilo Seife komplett erstarren lassen. Na großartig. Wir versuchten, das ganze noch etwas weiter zu pürieren, da ich oft gelesen hatte, dass das wieder weich werden könnte. Immerhin wurde es nicht noch schlimmer. Dann versuchten wir erstmal einen Teil in die Tortenstücke zu quetschen, den Rest zu färben und mit drauf zu matschen. Das ging nur noch mit Händen, da alles am Löffel kleben blieb.

Kurze Zeit später, fing das ganze schon an auszuschwitzen. Na toll, wie befürchtet: es trennte sich. Ich las kurz im Forum nach, aber die einzige Lösung die ich fand, war Not-OHP. Ich hatte heute zwar vor, eine OHP zu machen, aber nicht bei der Torte! Naja, hilft ja alles nichts. Also Crockpot rausgeholt, die ganze Pampe wieder aus den Formen gefingert, etwas mit den Handschuhen durchgematscht und in den Crockpot gedrückt. Auf Stufe 1 dann so 1,5h verseifen lassen. Danach konnte man es halbwegs mit dem großen Plastiklöffel durchrühren. Der dünne Plastikschneebesen schaffte das allerdings nicht.

Ich erhitzte dann noch etwas Joghurt mit Honig im Wasserbad und gab es für die Geschmeidigkeit dazu. Damit wurde das ganze tatsächlich schön cremig und man konnte es ganz gut in die (abgewaschenen, da klebte ja überall Lauge dran) Tortenstücken und weiteren Förmchen löffeln. Etwas glatt klopfen und wieder einpacken, dass es schön langsam abkühlt.

Und hier ist das finale Rezept:

700g Olivenöl
172g Kokosöl
128g Kakaobutter

140g Wasser (1:1)
120g Aloe Vera (in den SL)
         NaOH (für 8% ÜF)
        rotes und blaues Pigment gemischt für lila
3.8g  äth. Lavendelöl
2.2g  äth. Rosmarinöl
5.4g  äth. Benzoe Siam Öl (böse!!!)
10g   äth. Bergamotteöl
5g     äth. Krauseminzeöl
1.7g  äth. Zimtöl

nach der Verseifung:
262g Joghurt
100g Honig

Gesamtgewicht der Seife: 1781.1g

Dann konnte ich endlich mit der zweiten Seife anfangen. Die Lauge und Fette waren schon ewig am abkühlen, daher erwartete ich, auch ewig pürieren zu können, da das letztes Mal auch so war. Ich fing also an zu pürieren. Es war nicht direkt Blitzbeton, aber es wurde schon sehr schnell "Cremesuppe". Aber ich hatte dennoch das Gefühl, dass es ausreichend emulgiert war. Und ne OHP sollte es ja sowieso werden. Also kippte ich das ganze in den Crockpot, einfach so wie er war, so ein paar lila Flocken in der Seife sollten mich nicht stören, ist ja nur zum duschen gedacht. Nochmal 1,5h später sah das ganze etwas komisch aus: In der Mitte schwamm eine große Pfütze und außen sah es schon fast stellenweise verbrannt aus, aber das waren vermutlich eher die dunkellila Rückstände von der vorherigen Seife. Ich hatte vorher noch die restlichen Beisätze erhitzt und gab die nun einfach auf die Pampe drauf und fing an zu rühren. Am Anfang war alles total flüssig, und je mehr ich rührte, desto mehr dickte das ganze an und flockte fast schon aus und wurde immer dunkler. Am Ende sah das aus wie Tomatensauce oder Chili con Carne, total skurril! Ich weiß nicht, was das für eine Reaktion war. Vermutlich hätte ich während der 1,5h auch schon mal rühren sollen?

Ich löffelte das dann also auch in Förmchen und kippte es auch in die Kastenform. Ich hoffe, da kommt nachher Seife raus, dass das irgendwann mal fest wird.

Hier das Rezept:

500g Olivenöl
250g Sheabutter
250g Babassuöl

140g NaOH (für 2% Grund-ÜF, ca. 34% Endüberfettung)
400g Wasser

nach der Verseifung:
230g Babassuöl
6g     Hanföl
230g Rizinusöl
200g Joghurt
200g Aloe Vera Gel
100g Honig

Gesamtgewicht der Seife: 2506g

Fette/Öle der Seifentorte

Lauge der Seifentorte

Zusammengematschte Seifentorte im Crockpot


Erhitzen der Zugaben für die Seifentorte

Untere Pampe durchgeseifte Torte, oben drauf die Zusätze

Lauge der Duschbutter

Fette/Öle der Duschbutter

Cremesuppe

Verrührte verseifte Duschbutter mit Zusätzen. Bääähhhh

Abgefüllte Duschbutter und der Rest Seifentorte, der nicht in die Tortenstücken gepasst hat
Ich bin sehr gespannt, ob das was wird, oder alles in die Tonne muss! :/

7.11.19

Babynest

Ich habe letztens zwei süße Babynester genäht, zum Wenden, mit kuscheligem Winterstoff und glatter Baumwolle mit süßen Lamas für den Sommer. Da gibt es eigentlich nicht viel zu zu sagen, da ich einfach der Anleitung gefolgt bin. Nur das Schnittmuster habe ich mir selber hergeleitet. Hier ist die Anleitung.


2.4.19

Kefir

I might still make this nicer, but just to get you started:

1. DON'T USE METAL!
I'm not sure if stainless steel is fine, I haven't tried it. Just to be sure, I never let the grains touch any metal. I have a plastic filter and a plastic spoon that I use to separate the kefir drink from the grains when the drink is done.

2. My workflow
I put put the grains into a glass, add milk, and shake it a little to get any left kefir drink from the grains mixed into the milk. I then let it sit at room temperature (but not in direct sunlight) on my kitchen counter.
I also shake it softly after 12 hours, to mix everything again, to get a more creamy texture (but not so hard that I endanger the grains).
After 24 hours it's done. You'll see it gets noticeably thicker. You can try if you like the taste already or if you should leave it longer. Remember the plastic spoon! (it's surprising how little it makes a difference how many grains you have in there ... of course, if the ratio between milk and grains gets too large, it takes longer, but once it's "enough", it doesn't matter if it's "more than enough" or even "5x as much as enough". It just gets more sour, but isn't thick quicker ... just an observation)
I then shake it again just before filtering, to make it go through the filter better.
That's it. Start again from "put grains into a glass and add milk" and do it daily. I do it every morning. Every evening I shake softly.

3. Which Milk?
We use H-Milch (the long lasting milk that you find in the supermarket that is not in a fridge), because we read that all the germs have been killed that could potentially kill the grains. I've also heard of people using fresh milk. I rather play it safe, but feel free to experiment :)
Also, I've heard and read that you can use plant milk (soy, coconut, ...), but I've tried once with almond milk and didn't like the result. Please let me know if you try and it works for you :)
I've heard (and according to this source), that Kefir grains can survive on different kinds of sugar, like lactose, stahyose and sucrose. Therefore they should also be able to survive and grow in soy milk. But I haven't tried that.

4. To wash or not to wash the grains?
This is some kind of religion. Some people wash their grains every day, others every few times, like once a week, others only occasionally, and others never. In most sources I've read that when you wash it too often, it starts to get slimy. I've noticed a little slime on mine as well lately, although I don't wash it often (every few weeks or so). I assume it might be due to the fact that I just had too much grain volume compared to too little milk, but I'm not sure. Just to be sure it's not from washing, I don't wash often. Everyone must find that out for themselves.

5. When you want to take a break
  • If I just want to have a break of 1-3 days, I do everything as normal, but put it in the fridge instead of at room temperature. It basically pauses during that time. I take it out early enough to be ready for when I want it again. But then I've noticed it having more a taste of yeast, which I dislike. It tastes much better without this slowing down in the fridge.
  • For a little longer break, e.g. a two week vacation (I haven't tried this, but it sounds logical): Again put it in the fridge, but add a lot of milk thinned with water in a 50/50 ratio, just so the grains have enough food, but that it can't get so thick as normally Kefir does.
  • For a really long break: Put the grains into a container (Tupperware or the like), add a good amount of milk (e.g. 500g) and put it in the freezer. The milk is the food for the grains while cooling down and later heating up again. When you want to stop the break, just take it out of the freezer and let it rest for a day until it's all at room temperature again. Throw the "drink" away and prepare a new Kefir just like normal. The grains should recover instantly or after one iteration. I've tried this already twice and it worked wonderfully (for approx. 2 months freezing time).
6. What to do with all that Kefir?
Obviously you can't only drink Kefir. We immediately used it as a Yoghurt replacement on our breakfast muesli. But there's more:
I like to bake my own bread as well (Sourdough ... ask me if you want some :D ) and I love cream cheese on bread! Since we have Kefir, we make our own Cream Cheese/Curd/Tvorog:
After filtering the drink from the grains, put the drink into a dishcloth, close the top tight (so no fruit flies can get in) and hang it above the sink or a bowl. Let it rest for a few hours, so the whey can drip off. The longer you let it hang there, the "dryer" the result will be. Also, the mature the Kefir drink is the more sour the result will taste, which usually you want, so we usually let the Kefir rest for more than the 24 hours when we want to make cream cheese.
When it's not dripping any more, it can be called done (unless you want it more dry, just try a few iterations to find out what you like). When it's done, just take the cloth off and scratch the cream cheese into a bowl. It's now ready for consumption or can be seasoned to your liking.

Enjoy! And if you have questions, feel free to ask! :)