Dieses Rezept sollte es werden: https://eatsmarter.de/rezepte/kuchen-im-weckglas (Rezept in Kopie am Ende des Beitrags)
Allerdings habe ich ja große Gläser und nicht so kleine. Im Endeffekt habe ich die Mengen im Rezept verdreifacht, um einfach 6 meiner großen 750ml Gläser zu füllen.
Der Eischnee wollte ewig nicht fest werden, aber bei 12 Eiern dauert das vielleicht auch einfach. Ich habe die Schüssel zwischendurch 2x nach draußen gestellt (es ist Winter), um es abzukühlen, weil ich gelesen habe, dass schwedische Wissenschaftler herausgefunden haben, dass Eiweiß nicht fest wird, wenn es zu warm ist. Es wurde dann letztendlich auch hinreichend fest. Keine Ahnung, ob das schon gereicht hat. Im Rezept stand auch "abwechselnd Eischnee und Mandeln mit Maisstärke vorsichtig unter die Masse heben". Ich fragte mich, warum, also rührte ich einfach erst die Mandeln mit der Maisstärke unter, und "hob" dann den Eischnee darunter. Von "unterheben" konnte aber keine Rede sein, der Schnee blieb nicht fest, weil die Masse zu fest war. Vielleicht deshalb abwechselnd nach und nach, oder war der Eischnee doch noch nicht fest genug.
Dann abgefüllt und ab in den Ofen. In einem anderen Rezept mit großen Gläsern stand, dass das ganze eine Stunde backen soll. Und tatsächlich war die Stäbchenprobe nach einer Stunde erfolgreich und der Kuchen oben am Rand nur ganz leicht schwarz. Und schön aufgegangen ist er, bis zum oberen Rand. Etwas mehr, und ich hätte die Deckel nicht mehr drauf gekriegt.
Die Deckel waren die letzte große Frage. Das Ziel war ja ein haltbarer Kuchen. Im Rezept steht was von einem Wasserbad im Ofen bei 100 Grad, in dem die Gläser stehen sollten. Aber ich konnte mir das nicht so richtig vorstellen. Sollten die Gläser im Wasserbad verschwinden? Zu groß. Sollte der Deckel unter Wasser sein? Also kopfüber? Wenn nicht, und die Gläser nur unten im Wasser stehen, was soll dann das ganze? Luftfeuchtigkeit? Ich entschied mich, das einfach genau so zu machen, wie ich das beim Brot damals gemacht hatte. Also davon nochmal ins Rezept geguckt ...
In meiner Anleitung zum Brot stand folgendes zum Umgang mit den Deckeln:
● In der Zwischenzeit die Gummiringe in kaltes Leitungswasser legen und dort liegen
lassen bis die Brote fertig sind.
● Am Ende der Backzeit Ofen aus, vorsichtig die Glasdeckel entfernen und dann den
Ofen wieder schließen, und die Glasdeckel auf einem Brett/Küchentuch auskühlen
lassen (Achtung, nicht auf was kaltes legen, dann kann das Glas springen)
● Wenn man die Glasdeckel gut anfassen kann, den Ofen öffnen, nun je ein Glas
herausnehmen, einen Glasdeckel mit nassem Gummi versehen, das Glas
verschließen, die Klammern aufdrücken und das Glas Kopfüber auf ein Brett stellen.
Das Brot hatte ich mit den Glasdeckeln gebacken, den Kuchen allerdings ohne. Nach der Stäbchenprobe habe ich also einfach den Ofen ausgemacht, dann je ein Glas aus dem Ofen genommen, einen nassen Gummiring auf einen Deckel gedrückt, den Deckel auf das Glas gedrückt und die Schnapper befestigt. Das ging dank der zimmertemperierten Deckel wunderbar mit blanken Händen. Dann die Gläser kopfüber auf ein Brett gestellt (natürlich nicht mit blanken Händen).
Jetzt bin ich gespannt, wie lang das hält. Die Brote hatten so ja über ein Jahr gehalten und waren dann noch lecker wie am ersten Tag.
Nachtrag: den letzten Kuchen haben wir am 16.5. gegessen, da war er noch sehr lecker, wie frisch gebacken! 3,5 Monate hält er also schon mal locker ☺️
Erster Test: alle Gläser sind dicht geworden.
Der Kuchen: schmeckt grandios! 🤤 Fast wie Lavacake! Göttlich! 🤤🤤🤤
Zutaten für 6 Gläser zu je 750ml Fassungsvermögen:
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