7.2.19

OHP Duschbutter

Meine Duschbutter ging zur Neige, daher musste ich nach fast einem Jahr mal wieder seifeln. Ich wusste schon kaum noch wie das geht, aber dank meines Blogs kam ich schnell wieder rein.

Ich musste erstmal gucken, welche Öle und Fette überhaupt noch gut waren, denn in der Zwischenzeit waren ein paar ranzig geworden. Das Rezept wurde folgendes:

GFM für die Grundseife sind 500g:
50% (250g) Olivenöl
25% (125g) Sheabutter
25% (125g) Babassuöl
40% (200g) Wasser
NaOH für eine Überfettung von 2%

nach der Verseifung sollte außerdem zugefügt werden:
100g Babassuöl
117g Avocadoöl (so wurde es leer)
50g Rizinusöl
100g Kefir (selbstgemacht :D )
100g Aloe Vera Gel (aus dem frischen Blatt)
50g Honig
5g Duftöl Vanille (geht nur bei OHP)
3g ätherisches Spekulatiusöl
3g ätherisches Zimtöl

Die Endüberfettung ist somit ca. 36%, wenn man Kefir, Aloe Vera Gel und Honig und die Düfte einfach in der Rechnung ignoriert. Ich weiß nicht, ob das so richtig ist. Kefir hat ja auch Fett, und insgesamt fügt es auch zum Volumen der Seife was zu, aber von den reinen Fetten sind 36% unverseift.

Als erstes rührte ich die Lauge an. Da ich eine OHP machte und mir die Temperaturen egal waren, kippte ich einfach das ganze NaOH in einem Schwung ins Wasser. Da gerade Winter ist, kühlte es dennoch recht schnell ab. Ich verwendete es bei ca. 39 Grad.

Da mir die Temperatur ja egal war, kippte ich einfach das Olivenöl auf das Babassuöl und die Sheabutter und schmolz alles zusammen. Das war dann bei ca. 50 Grad, als die Lauge dazu kam.

Es blieb ewig flüssig, ich konnte pürieren so viel ich wollte. Cremesuppenkonsistenz könnte man es genannt haben, aber "gezeichnet" hat es nicht. Aber muss es ja auch nicht. So konnte ich es ohne große Verluste in den Crockpot kippen und ihn auf Stufe 1 anschalten.

Diesmal war es mir nicht ganz so eindeutig, wann das ganze fertig war. Letztes Mal hatte sich oben eine feste Schicht, fast eine Art Deckel, gebildet, der sich am Rand anhob und darunter kam eine Art Schaum zum Vorschein. Diesmal sah es etwas undefinierter aus, der Schaum bildete sich am Rand, obwohl in der Mitte noch ein flüssiges Loch zu sehen war. Irgendwann sah es auch da fest aus. Nach ca. 1,5 Stunden nahm ich das ganze als fertig an und erhitzte das Babassuöl, Avocadoöl, Rizinusöl und Honig zusammen im Wasserdampf. Der Honig mischte sich nicht unter, wurde aber weich. Als es knapp 70 Grad hatte, stellte ich den Herd ab, nahm den Deckel von der Seife und rührte das ganze mit dem Plastikschneebesen durch. Es war schön weich und cremig, überhaupt nicht fest. Es bestand den Küsschentest, und so gab ich das Öl mit Honig dazu, und auch gleich den Kefir, die Aloe Vera und die Düfte und rührte kräftig weiter. Es wurde jetzt schon deutlich fester, aber ließ sich noch gut rühren.

Dann füllte ich die Pampe in Einzelförmchen, da ich die nächsten Tage nicht da sein werde und Angst habe, einen Block danach vielleicht nichtmehr schneiden zu können, obwohl ich vermute, dass sie eher recht lange weich bleiben wird. Das füllen in die Einzelförmchen ging super. Die Pampe wurde nicht schnell fester, ich hatte Zeit. Sie hatte eine tolle Konsistenz zum Förmchen befüllen.

Jetzt schläft sie, mal sehen, was draus wird!
frischer Seifenleim im Crocki

Nicht ganz sicher, ob der schon fertig ist. Lieber noch gelassen.

Fertig, alles drin, kann abgefüllt werden.