27.7.17

Kaffee Haarseife


Rezept:
200g GFM
33% (66g) Olivenöl
30% (60g) Kokosöl
23% (46g) Rizinusöl
10% (20g) Traubenkernöl
4% (8g) Jojobaöl
30% (60g) Kaffee
3% (6g) Zitronensäure
NaOH für 4% Überfettung

Kostenpunkt: ca. 3,5 Euro

Inspiration: Homepage oder DaWanda

Dieses Stück gekaufte Haarseife ist bisher die einzige, mit der ich gut klarkomme (mal mehr, mal weniger). Da mir dieses gerade zur Neige geht, wollte ich schnell für Nachschub sorgen, und entschied mich daher für OHP. 

Die genauen Prozente abzuschätzen war etwas frickelig. Auf der Seite steht zwar die Liste der Zutaten, aber nach Mengen kann das eigentlich nicht sortiert sein, da das NaOH viel zu weit vorne steht. So hoch hätte ich die Zitronensäure garnicht drehen können, dass das hinkommt. Also fragte ich im tollen Forum nach und stellte mir so ein Rezept mit den genannten Zutaten zusammen, das plausibel klang. 

Ich machte den Leim ganz normal wie immer (aber ohne auf Abkühlung zu warten), gab ihn dann in den Crocki, ließ ihn durchverseifen, rührte ihn kräftig durch und versuchte ihn in die Form zu spachteln. Hübsch ist es nicht geworden, aber hauptsache/hoffentlich werden die Haare gut.

Nur ein Stück

Rezept:
300g GFM
33.3% (100g) Reisöl
28.3% (85g) Olivenöl
20% (60g) Kokosöl
13.3% (40g) Kakaobutter
5% (15g) Mandelöl
30% (90g) destilliertes Wasser
3% (9g) Zitronensäure
2.4g äth. Rosmarinöl
2.4g äth. Benzoe Siam Öl
1.8g äth. Grapefruitöl
1.8g äth. Krausminzeöl
NaOH für 10% Überfettung
1/2 TL rotes Pigment

Kostenpunkt: ca. 6.5 Euro

Die komischen Anteile sind daher entstanden, dass ich erstmal meinen Rest Mandelöl und Reisöl in den Becher füllte und maß und dann von den anderen Fetten und Ölen so viel dazu gab, dass die Anteile halbwegs vernünftig wurden. Ich las, dass Reisöl weich macht, daher konterte ich mit Kakaobutter, die wiederum hart machen soll.

Ich gab die ätherischen Öle wie immer gleich in die Fette. Der Leim dickte sehr schnell an, ich vermute es liegt an den ätherischen Ölen, denn Fette und Lauge waren so 25 Grad. Das passte uns aber ganz gut. Wir gaben etwas Leim in einen zweiten Becher, taten etwas rotes Pigment dazu und rührten das unter. Dann gaben wir das zuerst in die Tortenstücken, quasi als Himbeertopping. Darauf kam dann der ungefärbte Leim. Da wir zu viel Leim hatten, machte ich auch noch eine zweifarbige Fleur die Lis. Die ist besonders schön geworden.

Wo die Punkte herkommen, weiß ich nicht. Ich vermute von dem Benzoe Siam Öl, das etwas dunkler ist als der Rest.





14.7.17

Olivera

So langsam sollten wir mit der Torte anfangen, wenn die bis September gereift sein soll. Also fing ich gestern an. Mir gehen die Vorräte aus, also musste sie einfach sein.

Rezept:
70% (350g) Olivenöl
30% (150g) Kokosöl
12% (60g) Aloe Vera (frisch aus der Pflanze, in den fertigen Seifenleim)
1:1 Wasser
NaOH für 8% Überfettung
Kostenpunkt: ca. 6 Euro

Inspiration

Ich wollte mal eine geringere Überfettung ausprobieren. Andere nehmen standardmäßig 8%, also wollte ich das mal probieren. Außerdem soll das auch für härtere Seife sorgen, und die Torte soll ja stabil bleiben, auch bei so wenig festem Fett.

Die Fette waren bei 26 Grad, die Lauge bei 28 Grad. Ich konnte nicht länger warten, weil ich weg musste. 1,5h sind doch recht knapp bemessen für ne Seife, obwohl die Lauge auf Kühlakkus stand und davon umwickelt war.

Meine neuste Anschaffung, ein Infrarotthermometer, war großartig! Zielen, Knopf drücken, 2 Sekunden warten, fertig! Sooo viel besser als diese billigen Chinathermometer, die immer anzeigen, was sie wollen, und dafür noch ewig brauchen! Ich maß daher auch beim Rühren zwischendurch immer mal und sah, wie die Temperatur stetig stieg. Ziemlich schnell hatte sie 38 Grad erreicht. War das schon die Verseifung? Oder nur die Energie durch den Pürierstab?

Der Leim blieb tatsächlich mal lange flüssig. Als ich das Aloe Vera dazugab, wurde es kurz dick, und ich hatte schon Angst, aber ich pürierte fleißig weiter (die Aloe Vera Brocken mussten ja verkleinert werden) und es wurde tatsächlich wieder flüssig. Ich würde sagen das war die erste Seife, die ich tatsächlich in die Formen gießen konnte!

So, ein paar Tage später (am nächsten Tag war es noch zu weich und dann war ich übers Wochenende weg) konnte ich sie nun endlich ausformen. Ich hatte sie in den Tiefkühler gestellt, solage ich weg war. Leider haben die Tortenstücke einige Luftblasen abgekriegt, aber der Rest sieht perfekt aus! Besonders freue ich mich über die aalglatte "Fleur de Lis" und den Lavastein! 😍

Im Moment schwitzt sie noch, da sie ja gerade erst aus dem Tiefkühler kam. Die Härte kann ich daher noch nicht einschätzen, aber die absolute Glätte freut mich schon wahnsinnig!

Lauge

Fette